Winter am Scheibenberg

Eine Fotogalerie

 Ein Wintermärchen am Scheibenberg – auch wenn diese weiße Zauberwelt für Aufwand und kalte Finger sorgt, kann sich wohl kaum jemand dieser schöpferischen Schönheit  der winterlichen Natur entziehen. Freilich kann es anstrengend sein, jeden Morgen das Auto freizuschaufeln, die klammen Finger kaum noch zu spüren und im Schneckentempo auf den Straßen voranzukommen. Doch sei die Frage erlaubt, ob das wirklich an dem Winter liegt, der hier seit Jahrmillionen zum natürlichen Zyklus der Jahreszeiten gehört? Oder haben wir ein Gesellschaftssystem erschaffen, welches sich anmaßt, über der Natur zu stehen, nur um immer wieder zu erleben, wie anfällig diese dumme Herangehensweise ist? Es ist in meinen Augen nahezu lächerlich von Herrschaft über der Natur zu sprechen, wenn bereits Ausfälle von Stunden dazu führen, dass unser Wirtschaftssystem an den Rand der Katastrophe gerät. Damit das nicht geschieht, werden Menschen mit aller Macht in Betriebe gehetzt, werden Straßen um jeden Preis mit zig tausenden Tonnen Salz freigeätzt ... und an allem sei ein Naturphänomen schuld, welches tatsächlich nötig ist, damit Natur in Europa überhaupt funktioniert ... und gnadenlos ausbeutbar ist. Es ist wohl leicht, über den Winter zu schimpfen, von Wetterbeeinflussung zu sprechen, anstatt den Wachstums- und Autowahn in Frage zu stellen. Welche Freude und Kraft spendet die winterliche Schönheit der Natur, wenn wir uns denn die Zeit nehmen, zu schauen. Aber selbst dort stehen wir an Lifts an, und rauschen ohne einen Blick zu verschwenden gehetzt vom auszunutzenden Tagestarif an den bezaubernd schönen Fichten vorbei.

Ja, sind wir denn verrückt geworden?

Ist es nicht vielmehr an der Zeit darüber nachzudenken, wie ein solches Gesellschaftssystem zu erschaffen ist, welches sich eben NICHT an der Finanzierbarkeit orientiert, um Profit aus Natur und Beschäftigten zu erzwingen, sondern an den Bedürfnissen von Mensch und Natur? 

Ist es nicht an der Zeit zu fragen, ob nicht ein Wirtschaftssystem möglich ist, welches sich an jahreszeitlichen Gegebenheiten orientiert, welches ein, zwei, drei oder mehr Wochen ohne Arbeitshetze übersteht, ohne gleich zusammenzubrechen?

Haben wir Menschen etwa nicht die Phantasie und Schöpferkraft ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, welches Schönheit am WInter, Innehalten zum Staunen und Miteinander anstatt gnadenlose Konkurrenz ermöglicht?

Ist uns nicht klar, dass in Gottes üppiger Schöpfung alles da ist, um ein würdevolles, sattes und sinnerfülltes Leben zu führen, anstatt zu glauben, wir bräuchten hunderte Zahnpastasorten, tausende Plastebeutel und Millionen, 23 Stunden am Tag leerstehende Autos, um zu überleben?

Ja, hat der liebe Gott tatsächlich gemeint, die Erde untertan machen, bedeute, sie zu zerstören? Etwas untertan machen, heißt doch auch, für seine Untertanen zu sorgen ... wobei es mir unvorstellbar ist, er habe das tatsächlich so gesagt. Vielleicht feilte auch hier wieder ein Übersetzer aus herrschaftstreuer Gesinnung an Gottes Wort herum.

Mit den hier vorgestellten Fotos vom 15. und 16. Dezember 2010 möchte ich zeigen, was wir uns an Schönheit entgehen lassen, wenn wir unsere Lebenszeit für ein Waren- und Wachstumsprinzip opfern, indem wir sie zu Profit verbrennen lassen.

1c3429c1abcef13f76d8000849c87e3f.jpg
d3bfc83424db50f7a42b526c8395e773.jpg
5db6d0191ef749a52207c70afdb658a1.jpg
9139fb64ab849618aba9b8707a872d07.jpg

eca30416fb07cf3361fef3859712ff6e.jpg
bad29174f55871a10075d592b4bb9958.jpg
8a273342e105ba24e26df4f52531b15b.jpg
fce03b596a8cada2bba8bacb41f4f25c.jpg

9a529c3cddf3a5e55fc17a4bb1f987b9.jpg
f11bbbbe6d3a3de151f0a5e0e5bd9e35.jpg
5c06dc1b7049e8baf85e87352d971ecb.jpg
73816de457e88ea79a19cc1a97a35d44.jpg

67035a12ed845f6a404d0f45a45b2b0b.jpg
c57b66c5c4baf95d5370f41e9a7288de.jpg